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14.04.2020

Das CORONA VIRUS ein aktuell unvermeidliches Thema. Was sie umbedingt wissen sollten.

Was ist SARS-CoV-2?

Erste Erkrankungen durch das neuartige Virus SARS-CoV-2 wurden im Dezember 2019 in Wuhan (China) gemeldet. Beschrieben wurde das Virus erstmals im Januar 2020 und seit Februar 2020 heißt es offiziell SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2).

SARS-CoV-2 gehört zur großen Familie der Coronaviridae. Coronaviren sind kranzförmige und behüllte Viren, die sowohl Menschen als auch Tiere infizieren können. Sie sind weltweit verbreitet und werden hauptsächlich per Tröpfchen- und Kontaktinfektion übertragen.

Beim Menschen lösen sie in der Regel relativ milde Atemwegsinfektionen wie gewöhnliche Erkältungen und Bronchitis oder Infektionen des Gastrointestinaltrakts aus, können jedoch auch zu schwerwiegenden Krankheiten wie das Schwere Akute Respiratorische Syndrom (SARS) führen.

Das von SARS-CoV-2 verursachte Krankheitsbild wird inzwischen gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als COVID-19

(Coronavirus Disease 2019) bezeichnet.

 Weitere Ausbrüche mit Coronaviren

Das neuartige Coronavirus ist genetisch eng verwandt mit dem bereits bekannten, ersten SARS-CoV, das im Jahr 2002 identifiziert werden konnte, atypische Lungenentzündungen hervorrief und die SARS-Pandemie 2002/2003 verursachte. Ein weiterer Vertreter der Coronaviren, der erstmalig 2012 aufgetreten ist, wird als MERS-CoV (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) bezeichnet und führt anhaltend zu neuen Fällen von Lungenentzündungen (Pneumonien) und akuten Atemnotsyndromen (ARDS).

 Was sind die Symptome?

Das von SARS-CoV-2 verursachte Krankheitsbild wird inzwischen gemäß der Weltgesundheitsorganisation WHO als COVID-19 (Coronavirus Disease 2019) bezeichnet. Die Krankheitsverläufe von COVID-19 sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark (1). Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann sowohl völlig symptomlos verlaufen als auch mit Husten, Fieber, grippeähnlichen Symptomen und – bei schweren Fällen – mit einer Lungenentzündung verbunden sein. In seltenen Fällen, vor allem bei Älteren oder Menschen mit Vorerkrankungen, kann sie auch zum Tode führen.

 Kein „typischer“ Krankheitsverlauf

Ein „typischer“ Krankheitsverlauf kann dem Robert Koch-Institut zufolge nicht beschrieben werden (1). Zudem ist die Datenlage zur Symptomatik und zum Krankheitsverlauf der in Deutschland aufgetretenen Fälle noch begrenzt. Die am häufigsten auftretenden Symptome in Deutschland sind: Husten (58 %), Fieber (43 %) und Schnupfen (38 %) (Stand 06.03.2020). Weitere Symptome können Kurzatmigkeit, Muskel- / Gelenkschmerzen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit / Erbrechen, eine verstopfte Nase sowie Durchfall sein.

 Das sind die häufigsten COVID-19-Symptome in Deutschland (1):

  • Husten (58 %)
  • Fieber (43 %)
  • Schnupfen (38 %)

Verlauf der Erkrankungen – die Erfahrungen aus China (1)

  • milde moderat: 80 %* (Patienten mit oder ohne Pneumonie, ohne Atemnot, mit einer Sauerstoffsättigung im Blut von über 93 % und ohne (CT-diagnostizierte) Lungeninfiltrate, die mehr als die Hälfte der Lunge betreffen)
  • schwer/nicht lebensbedrohlich: 14 % (Patienten mit Atemnot, Sauerstoffsättigung unter 94%, oder Lungeninfiltraten in mehr als der Hälfte der Lunge) 
  • kritisch/lebensbedrohlich: 6 % (Patienten mit Lungenversagen, septischem Schock oder multiplem Organversagen)

 *) Beobachtungen außerhalb von China deuten darauf hin, dass der Anteil milder Verläufe höher als 80 % ist.

Quelle:

1) Robert Koch-Institut. SARS-CoV-2 Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) (Stand: 13.3.2020)